Lieber nicht aus Pfützen trinken

Ich weiß, ihr Zweibeiner findet es fies, aber ich und viele meiner Artgenossen lieben es einfach: das Trinken aus Pfützen. Herrlich, dieses abgestandene Regenwasser, das nun im Herbst wieder an jeder Ecke eine willkommene Abkühlung bietet. Wasser to go quasi! Was mir allerdings bis vor Kurzem nicht klar war, ist, dass wir uns bei diesem leckeren Cocktail auch mit Parasiten wie Spul- und Hakenwürmern anstecken können… Solche Spielverderber!

Wie die Würmer ins Wasser kommen? Ich verrate es euch: Spul- und Hakenwürmer sind nahezu überall verbreitet und ihre Eier und Larven können in der Umwelt lange Zeit ansteckend bleiben. Bei Regen können diese in Pfützen gespült werden, wo sie etwa von uns Katzen beim Trinken aufgenommen werden. Ist das passiert, wachsen die Würmer in unserem Körper heran und produzieren Eier, die wir dann wieder mit unserem Kot ausscheiden. Garten, Wiesen, Felder, Wälder und Straßen werden so stets aufs Neue verseucht.

Auch für unsere Dosenöffner kann das unangenehm sein, denn auch Menschen können sich mit Wurmeiern aus der Umwelt anstecken und in der Folge ernsthaft erkranken – das ist gar nicht gut... Wer versorgt uns dann bitte mit leckerem Futter und kuscheligen Streicheleinheiten?

Uns Katzen merkt man hingegen einen Wurmbefall in der Regel nicht direkt an. Selbst dann nicht, wenn wir schon in großem Umfang Eier ausscheiden – wir sind eben hart im Nehmen. Allerdings kommt es nach längerer Zeit doch zu erkennbaren Anzeichen, wie z.B. zu glanzlosem Fell, einem empfindlichen Magen, Durchfall, Erbrechen oder Verstopfung. Unschön, sage ich euch! Was unsere Halter unbedingt wissen sollten: Sind bereits Würmer in unserem Kot mit dem bloßen Auge erkennbar, heißt es sofort ab zum Tierarzt, denn dann ist der Wurmbefall bereits stark ausgeprägt. Was jetzt hilft, ist eine umfassende Wurmbehandlung.

Wer es erst gar nicht so weit kommen lassen möchte, sollte laut zweibeinigen Experten Katzen mit freiem Auslauf mindestens 4 x im Jahr gegen Spul- und Hakenwürmer behandeln. Um sicher zu gehen, dass wir ganz sicher keine Spul- und Hakenwurmeier ausscheiden, müsst ihr uns einmal im Monat entwurmen. Ich bin ja weiß Gott kein Freund von diesen Behandlungen, aber besser als widerliche Parasiten in meinem wunderschönen Körper ist es allemal.

Hier habe ich auch noch ein paar andere sinnvolle (Hygiene-)Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen mit Spul- und Hakenwürmern für euch:

  • Stellt im Garten für uns stets frisches Trinkwasser bereit
  • Sammelt sichtbaren Katzenkot (und Hundekot natürlich auch – das sollte ohnehin selbstverständlich sein) im Freien auf
  • Deckt Sandkästen ab bzw. lasst Spielsand regelmäßig erneuern
  • Wascht euch die Hände, bevor ihr Speisen und Getränken zubereitet
  • Wascht Gemüse und Früchte vor dem Verzehr ab