Katzencafés

Eins muss ich euch lassen. Ihr Menschen lasst euch immer wieder etwas Neues einfallen. Ich habe neulich gehört – rein zufällig, versteht sich –  wie sich meine Zweibeiner über diesen neuen Trend unterhalten haben: Katzencafés. Die werden jetzt wohl überall auf der Welt eröffnet. Cafés in denen man nicht nur lecker Kaffee und andere Köstlichkeiten trinken, sondern auch Katzen streicheln kann, die dort zum „Inventar“ gehören! Wat´n Ding!

Natürlich kommt der Trend aus Asien. Woher sonst. Von dort, wo die Leute weder den Platz noch die Möglichkeit haben, Haustiere zu halten. In Cafés, in denen Katzen quasi wohnen, sollen sie Gelegenheit haben, mit Tieren in Kontakt zu kommen. Der Trend hat natürlich inzwischen auch unsere Großstädte erreicht.

Eine nette Idee für Tierfreunde. Aber ich möchte da nicht leben. Dafür bin ich viel zu eigen. Lieber bleibe ich in meinen eigenen vier Wänden und lass mich nur von meinen Vertrauten streicheln. Aber es soll ja Katzen geben, die für diesen Job absolut geeignet sind: gelassen, nervenstark, kontaktfreudig, verschmust. Sie genießen die Aufmerksamkeit der Kaffeetrinker, spielen auf den Möbeln oder dösen auf einem gemütlichen Schoß. Ein Rückzugsort wie z.B. ein Raum, in dem Café-Gäste keinen Zutritt haben, muss aber schon sein. Jede Katze braucht auch mal Ruhe von den endlosen Streicheleinheiten.

Dass Streicheln und Kuscheln entspannt, weiß ich aus eigener Erfahrung. Grrr … Auch ein Cafébesuch soll gestresste Großstädter entspannen, hab ich gehört. Sind Besucher von Katzencafés dann also doppelt entspannt? Hmm … . Du als Zweibeiner kannst es ja ausprobieren. Da das Mitbringen von Katzen in der Regel verboten ist, werde ich wohl nie erfahren, wie es in einem Katzencafé so ist. Ich bleibe lieber zu Hause und lass mich hier von meinem Mensch verwöhnen.