Ein Baby kommt in die Familie

Neue Gerüche, Geschrei und weniger Aufmerksamkeit… All das zieht in unser geliebtes Heim ein, wenn ihr Menschen Familienzuwachs bekommt. Aus Katzensicht eine ganz schöne Zumutung! Ähnlich wie ihr Dosenöffner reagieren viele von uns darauf eifersüchtig. Vergesst bitte nicht: Natürlich habt ihr mit dem Baby einen neuen Weltmittelpunkt, aber wir gehören doch auch zum Clan und möchten dabei sein! Hier ein paar Tipps, wie der Start ins neue Familienleben besser gelingen kann:

Macht uns mit ungewohnten Gerüchen vertraut.
Puh… Babywindeln sind für unsere feinen Nasen wahrlich keine Wohltat. Und auch Öle oder Lotionen, die der kleine Erdenbürger braucht, riechen für uns echt seltsam. Schön wäre es also, wenn ihr uns vorsichtig an die neuen Gerüche gewöhnt: Pflegeprodukte könnt ihr zum Beispiel schon mal bei euch selbst auftragen. Dann gewöhnen wir uns schon vorab daran.

Übung macht den Meister – auch in Sachen Babygeräusche
Ihr Menschen schreckt sofort hoch, wenn ein Baby in eurer Nähe quäkt oder schreit. Nicht anders ergeht es uns Katzen. Kaum zu glauben, was für Lautstärken aus so einem kleinen Menschenbündel rauskommen! Jedenfalls können uns Babygeräusche ziemlich irritieren. Damit wir uns nicht so sehr erschrecken, gewöhnt uns sanft an den neuen Lärm in unserem Haus. Zum Beispiel, indem ihr schon vor der Geburt des Kindes täglich Babygeschrei über euer Handy abspielen lasst.

Willkommen zu Hause! Das erste Kennenlernen
Der erste Kontakt zwischen uns und dem Baby sollte behutsam eingefädelt werden. Denn: Ist der Nachwuchs zuhause angekommen, möchten wir doch auch sehen, wer nun mit zu unserer Familie gehört. Dabei sollte die erste Tuchfühlung möglichst in einer ruhigen Minute vonstattengehen. Seid bitte mit dabei, denn wir finden dieses neue, unbekannte Wesen meistens echt seltsam. Angst braucht ihr aber keine haben. Achtet aus hygienischen Gründen nur bitte darauf, dass wir eurem Baby nicht gleich vor lauter Freude durchs Gesicht lecken.

Sorgt dafür, dass wir keine Würmer ins Haus schleppen.
Würmer? Igitt. Das gilt umso mehr, wenn ein Baby ins Haus kommt. Achtet also bitte am besten schon vor der Geburt auf eine regelmäßige Entwurmung bei uns. Denn nicht nur für uns sind die Parasiten ein gesundheitliches Risiko, gerade kleine Kinder, die viel auf dem Boden unterwegs sind, spielen und alles in den Mund stecken, können sonst ernsthaft krank werden. Euer Tierarzt berät euch gern, wie oft wir entwurmt werden sollten. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen und allen interessierten Lesern sagen: informiert Euch bitte auch frühzeitig über das Thema Toxoplasmose. Tierärzte  und Gynäkologen kennen sich hier gut aus!

Seid verständnisvoll mit uns!
Vielleicht brauchen wir am Anfang etwas Zeit, um uns an die neue Situation und das kleine Wesen in unserer Familie zu gewöhnen. Aber grundsätzlich steht nach einer liebevollen Eingewöhnung einem gemeinsamen Familienglück nichts im Wege. Die Chancen stehen gut, dass euer Kind und wir dicke Freunde werden!