Start der Sandkasten-Saison – Zeit für eine Entwurmung

Hurra – es wird Frühling! Endlich wieder Mittagsschläfchen in der Sonne genießen und Streifzüge durch Parks und Gärten ohne kalte Pfoten zu bekommen. Herrlich! Auch die Menschen freuen sich über die ersten warmen Sonnenstrahlen und machen Balkon und Garten startklar für die Sommersaison.

Dazu gehört bei den meisten Familien auch, dass der Sandkasten wieder öfter benutzt wird. Und ja, wir Katzen lieben Sandkästen – ihr könnt euch denken warum, oder? Sie sind einfach zu verlockend und werden von uns häufig für eine wunderbar geräumige Toilette gehalten. Kein Wunder bei all den gepflasterten und asphaltierten Flächen! Es gibt meiner Meinung nach ja häufig viel zu wenig Beete. Das ist vielleicht unerfreulich für einige Menschen, aber leider sind wir Katzen nicht immer mit gutem Zureden dazu zu bringen, aus Rücksicht von Spielplätzen fernzubleiben. Die Rücksicht müsst ihr bitte für uns übernehmen.

Erstens, indem ihr den Sandkasten im eigenen Garten abdeckt, wenn nicht darin gespielt wird. So können wir dort gar nicht heimlich unser Geschäft verrichten. Das wäre ein deutliches Zeichen!

Zweitens, in dem ihr regelmäßig den Sand in eurer Sandkiste austauscht, wenn ein Abdecken nicht (vollständig) möglich ist. Das ist ja auch für die Kinder schön!

Und drittens, in dem ihr uns regelmäßig gegen Würmer behandelt. Das ist eh wichtig!

Denn wenn wir uns beispielsweise mit Spulwürmern infiziert haben, scheiden wir bereits nach wenigen Wochen mit dem Kot infektiöse Eier aus, die auch auf den Menschen übergehen können. Diese winzig kleinen Eier sind im Sand lange Zeit überlebensfähig, bis sie vom nächsten Wirt aufgenommen werden. Dazu kann leider auch der Mensch gehören. Gerade kleine Kinder, die vielleicht gerne probieren, wie Sand eigentlich schmeckt, sind daher gefährdet.

Deswegen meine Bitte an euch: Achtet bei euren Freigängerkatzen auf eine regelmäßige Wurmkontrolle. So könnt ihr einen wichtigen Beitrag leisten, dass Spielplätze nicht mit Wurmeiern kontaminiert werden und wir uns auch in Zukunft weiterhin überall frei bewegen dürfen. Und euren eigenen Nachwuchs schützt ihr so indirekt natürlich auch.

Wichtig zu wissen ist: Der Spulwurm gehört bei uns Katzen zu den häufigsten Parasitenarten und ist richtig gemein. Denn eine Infektion verläuft meist erst einmal ohne Symptome, wenn wir erwachsen sind. Wird der Befall schlimmer, drohen Durchfall und Erbrechen, Abmagerung oder glanzloses, struppiges Fell. Auf Dauer können auch die Organe geschädigt werden. Und bei Katzenkindern kann so ein Befall sogar tödlich enden. Lasst es nicht so weit kommen! Mit einer Wurmkur schützt ihr uns vor den Würmern und verringert das Infektionsrisiko für andere.

Auch Stubentiger ohne Auslauf müssen entwurmt werden. Denn die Eier von Spulwürmern schummeln sich beispielsweise an Schuhsohlen in die Wohnung. Wichtig zu wissen: Sind wir befallen, kannst du die Würmer durch die Wurmkur zwar abtöten, aber die Gefahr eines Neu-Befalls lauert gerade bei Freigängern quasi überall. Am besten fragt ihr euren Tierarzt, welche Wurmkur für welche Samtpfote am geeignetsten ist, denn hier sind Alter und Gewicht entscheidend. Er kann euch auch sagen, ob und wie oft ein Spot-on-Produkt, Pasten oder Tabletten zum Einsatz kommen sollen.