Depressionen bei der Katze

Wir Katzen sind sehr sensible Tiere. Für Menschen, Stimmungen und Veränderungen haben wir ein sehr feines Gespür. Einigen meiner Artgenossen mit nicht so dickem Fell kann das leider zum Verhängnis werden. Sie verlieren ihren Lebensmut und rutschen in eine Depression ab. Die Ursachen für diese ernste Erkrankung können vielfältig sein, z.B. ein verstörender Umzug, der Verlust einer engen Bezugsperson, ein schlimmer Unfall oder eine schmerzhafte Verletzung. Auch gravierende Lebenseinschnitte durch Misshandlung oder versehentliches Eingesperrtsein für längere Zeit (Garage/Keller) können zu einer Depression führen.

Jetzt werdet ihr sagen: Puh, das ist aber ein ernstes Thema. Das ist es tatsächlich! Gerade deshalb ist es wichtig, euch darüber zu informieren. Depressionen können sich bei einer Katze auf unterschiedlichste Art und Weise zeigen. Sie verliert z.B. ihren Appetit, zieht sich zurück, ruht fast den ganzen Tag, wirkt dabei aber sehr abwesend. Sie spielt nicht mehr gerne und vernachlässigt ihre Fellpflege. Auch ihre vertrauten Menschen können sie nicht mehr aufheitern oder aus ihrem emotionalen Schneckenhaus hervorlocken. Bei manchen Miezen schlägt die Stimmung auch in leichte Reizbarkeit oder Aggressivität um. Spätestens jetzt (eigentlich lieber früher!) ist es wirklich Zeit für einen Gang zum Tierarzt. Wenn dieser körperliche Ursachen, wie zum Beispiel Gelenkschmerzen oder Bauchschmerzen, ausschließen kann, kann ein Katzenpsychologe zu Rate gezogen werden.

Der Experte kann die Persönlichkeit der Katze und die individuellen Lebensumstände zu Hause analysieren und gemeinsam mit den Zweibeinern eine Strategie entwickeln, wie man der armen Mieze am besten aus ihrem Kummer heraus hilft. Manchmal sind dazu – wie beim Menschen auch – Medikamente nötig. Auch stimmungsaufhellende pflanzliche Mittel können der unglücklichen Katze helfen, wieder sie selbst zu werden. Wichtig ist, dass ihre Menschen ihr professionelle Hilfe suchen, denn selbst kann sie das nicht tun. Die gute Nachricht zum Schluss: Depressionen sind meist gut behandelbar!