Lungenwürmer und ihre Larven: Infektion, Symptome und Behandlung

Als ich letztens zufällig ein Gespräch beim Tierarzt belauscht habe, habe ich etwas Schreckliches erfahren: Wusstet ihr, dass wir Katzen nicht nur Würmer in Magen und Darm, sondern auch in unserer Lunge haben können? Ich war davon so geschockt und überrascht, dass ich diese Info heute gerne mit Euch teilen möchte:

Beispielsweise gibt es sogenannte Lungenwürmer, die sich als Parasiten in Luftröhre, Bronchien Lungenbläschen und sogar in den großen Herzgefäßen von uns Vierbeinern festsetzen. Der häufigste Lungenwurm bei uns Katzen ist der sogenannte Katzenlungenwurm. Sein Fachbegriff lautet übrigens Aelurostrongylus abstrusus. Der Doc hat gesagt, dass Lungenwürmer klein und sehr schmal und mit bloßem Auge oft schwer zu erkennen sind. Doch trotz ihrer geringen Größe gilt für sie wie für fast alle Parasiten: „Klein, aber oho!“

Lungenwürmer durchlaufen in ihrem Leben eine komplizierte Entwicklung und benötigen dabei einen sogenannten Zwischenwirt. Achtung, jetzt wird es noch ekeliger: Als Zwischenwirt dienen häufig kleine Schnecken! Ja, ja ich weiß –  keiner von uns würde jemals freiwillig eine Schnecke fressen – aber liebe Artgenossen: wie sieht es denn bei euch mit Gras, Mäusen und Vögeln aus? Kleinere Schnecken können nämlich unbemerkt über die Grashalme in unseren Körper gelangen. Und Mäuse und Vögel jagt ihr auch ganz gerne mal oder etwa nicht? Und genau da ist der Haken: Die Lungenwurmlarven können auch über Mäuse oder Vögel in unseren Körper gelangen. Denn bei diesen sogenannten „Transportwirten“ stehen Schnecken regelmäßig auf der Speisekarte. Besonders gefährdet sind also Freigängerkatzen, die ihr Futter teils noch selber fangen.

Kommt es zu einer Infektion, muss es keine sichtbaren Symptome geben. Es kann aber zu Niesen, Nasenausfluss und chronischem Husten sowie Atemnot kommen. Dabei gilt offenbar: Je stärker der Wurmbefall, desto ausgeprägter die klinischen Symptome. Im schlimmsten Fall kann die Erkrankung sogar tödlich für uns enden! Unentdeckte und somit nicht behandelte Infektionen können besonders problematisch sein, sagte der Tierarzt. Denn unser Atmungstrakt kann durch die Parasiten nachhaltig geschädigt werden.

Besonders tückisch: Die Krankheitsanzeichen ähneln anderen häufigen Krankheiten wie zum Beispiel dem Katzen-Asthma. Daher fällt der Verdacht nicht immer gleich auf eine Infektion mit Lungenwürmern. Zeigen wir also Atemwegssymptome, sollten unsere Menschen auf jeden Fall mit uns zum Tierarzt. Dieser kann eine Lungenwurminfektion zum Beispiel durch spezielle Kotuntersuchungen feststellen.

Lange Rede kurzer Sinn: Eine Infektion mit Lungenwürmern ist eine gefährliche Krankheit! Sichere Entwurmungsmedikamente, die auch gegen Lungenwürmer wirksam sind, bekommt euer Dosenöffner beim Tierarzt. Mit regelmäßigen Wurmbehandlungen haben es also eure Menschen in der Hand, euch vor diesen gefährlichen Parasiten vorbeugend zu schützen und Infektionen zu vermeiden.