Versteh mich richtig! Tipps zur Körpersprache eurer Katzen

Im Januar haben mir viele von euch Fotos über die Mimik meiner Artgenossen gezeigt. Wirklich toll, wie gut viele von Euch ihre Katzen kennen und verstehen! Denn ihr müsst wissen: Körpersprache ist unser wichtigstes Kommunikationsmittel.

Wir Katzen verfügen genauso wir ihr Menschen über eine große Bandbreite an Gefühlen. Wir können uns freuen, traurig oder ängstlich sein und ja wir können auch Frustration zum Ausdruck bringen. Der Schlüssel zu einer guten Beziehung zwischen euch Dosenöffnern und uns Katzen ist, wenn ihr unsere Gefühle verstehen und deuten könnt. Damit ihr auf unsere Bedürfnisse noch angemessener reagieren könnt, hier ein paar Tipps zu unserer Körpersprache:

Für euch Menschen am einfachsten ersichtlich sind unsere Schwanzstellung, unsere Ohrenhaltung und unsere deutlichen Mimiken bei z.B. Angst oder Aggressionen. Diese geben euch Hinweise darauf, in welcher Stimmung wir uns gerade befinden. Aber Achtung: Bitte verwechselt uns nicht mit diesen bellenden anderen Vierbeinern! Denn wenn wir mit dem Schwanz wedeln, bedeutet das nicht, dass wir uns freuen. Im Gegenteil: ein wedelnder Katzenschwanz hat meist die Bedeutung von Ärger. Bei uns gilt: je höher wir unseren Schwanz halten, umso zufriedener sind wir. Unsere Ohren können wir in viele verschiedene Richtungen drehen. Sind wir entspannt, zeigen sie nach vorne, bei Nervosität zucken sie und wechseln rasch die Stellung. Haben wir Angst, legen wir die Ohren an, damit diese im Falle eines Angriffs besser geschützt sind. Drehen wir die Ohren nach hinten und lassen sie dabei aber aufgestellt, ist Vorsicht geboten. Wir signalisieren euch dann ein drohendes, angriffsbereites Verhalten. Nicht zu vergessen: Unser Katzenbuckel. Dieser bedeutet entweder Furcht oder Genuss. Haben wir Angst, machen wir uns durch einen Buckel groß. Mit durchgestreckten Beinen wirken wir nämlich viel dominanter und können so unsere Gegner leichter in die Flucht schlagen. Um unsere Absichten zu verstärken, sträuben wir dabei häufig das Fell. Oft machen wir aber auch nur einen Buckel, um eure Streicheleinheiten in vollen Zügen zu genießen oder wenn wir um eure Beine streichen.

Neben unserer Körpersprache kann es auch vorkommen, dass wir Laute von uns geben. Ihr Menschen macht das schließlich den ganzen Tag über! Über Laute teilen wir gerne unsere Wünsche mit euch, z.B. miauen wir bei Hunger, wenn wir raus wollen oder uns einfach nur langweilig ist und wir Beschäftigung suchen. Schnurren wir, geht es uns in erster Linie gut und wir sind freundlich gesinnt. Knurren oder fauchen kann sowohl Angst als auch Aggressivität bedeuten.

Generell solltet ihr immer alles gleichzeitig im Blick haben: Die Situation, unsere gesamte Körpersprache und die dazugehörigen Laute. Denn nur so könnt ihr unser Verhalten bestmöglich verstehen und euch in uns hineinversetzen.