Mein Katzenschwanz – mein Stimmungsbarometer

Nein, mein Schwanz ist nicht nur die Verlängerung meiner Wirbelsäule. Er dient auch nicht nur dazu, bei waghalsigen Manövern meine Balance zu halten. Vor allem nutze ich meine verschiedenen Schwanz-Haltungen, um zu kommunizieren – mit anderen Katzen und mit DIR, lieber Mensch.

Ich erklär es dir:

  • Entspannter Schwanz: entspannte Katze. Du kannst mich ganz beruhigt streicheln und mit mir kuscheln. Schnurr …, sehr angenehm.

  • Nervös hin und her peitschender Schwanz: Ich bin eindeutig in Habacht-Stellung, weiß aber noch nicht so genau, wofür ich mich entscheide, Flucht oder Angriff? Wenn du mich gut kennst und weißt, wie du mich beruhigen kannst, wäre jetzt die passende Gelegenheit, deinen Relax-Charme spielen zu lassen. Oder du hilfst mir, aus der Situation zu entkommen. Ein Beispiel gefällig: Auf dem tierärztlichen Behandlungstisch ist es mir nie geheuer. Auf deinem Arm würde ich mich vielleicht sicherer fühlen!

  • Eingeklemmter Schwanz: Ja, ich kann meinen Schwanz komplett zwischen die Hinterbeine klemmen. Diese echt unbequeme Position soll heißen: Mir ist es zu viel! Entweder bin ich extrem verärgert oder habe große Angst. Ich würde mich jetzt am liebsten in eine sichere Ecke verkrümeln. Am besten lässt du mich in Ruhe.

  • Aufgerichteter Schwanz: Ich bin neugierig. Auf Erkundungstour trage ich meinen Schwanz locker mit der Bewegung schwingend. Schließlich bin ich eine selbstbewusste Katze und streife lässig durch mein Revier. Ist meine Schwanzspitze leicht eingekringelt, bin ich im „Spielmodus“. Andere Katzen können daran ganz leicht erkennen, dass ich ihnen freundlich gesonnen bin und lieber spielen als pöbeln würde. Genau das Gleiche gilt für euch Zweibeiner!

  • Buschiger Schwanz: Wer schon einmal einen aufgeplusterten, hoch aufgerichteten Katzenschwanz gesehen hat, weiß instinktiv, was los ist. Ich bin richtig sauer und auf Krawall gebürstet. Geh mir besser aus dem Weg! (Ok, manchmal tu ich beim Spielen auch nur so …)