Betteln, oder was?

Mal unter uns: Hunde sind echte Stümper, wenn es ums Betteln geht. Sie setzen ihren niedlichen Hundeblick auf und starren ihre Zweibeiner an. Hallo? Meint ihr wirklich, damit kommt ihr weit? Wir Katzen sind da viel erfinderischer. Stufe 1 – wir streichen kläglich maunzend um die Beine unserer Dosenöffner. Will sagen: Ich sterbe vor Hunger! Wenn das nicht funktioniert, kommt Stufe 2 – wir bedienen uns eben selbst. Hüpfen elegant auf den Küchentisch, um uns auszusuchen, was es sich zu stibitzen lohnt. Wir wissen, dass das meistens ein bisschen Ärger geben kann – aber Frechheit siegt! Wenn alles nichts hilft, haben wir immer noch unsere scharfen Krallen und spitzen Zähne für Stufe 3! Dann muss der Mensch eben FÜHLEN, was wir von ihm wollen. Wir hängen uns an seine Beine oder zwacken ihn in die Füße – liebevoll auffordernd, natürlich. Ich versteh gar nicht, wieso die dann so sauer werden.

Ihr Menschen wollt wissen, wie es gar nicht erst so weit kommt, dass WIR euer Fütterungs-Verhalten bestimmen? Lasst mich kurz überlegen, ob ich diese Geheimnisse mit euch teilen möchte … Na gut, bevor ihr auf doofe Ideen kommt und mit Wasserspritzpistolen laut kreischend auf uns losgeht, gebe ich euch ein paar sinnvolle Erziehungstipps:

  • Keine Gewalt! Auch wenn ihr echt verzweifelt seid, bitte keine Schläge, Tritte oder groben Handgriffe als Erziehungsmaßnahmen. Das zerstört unser Vertrauensverhältnis massiv und hat keinen Lerneffekt.
  • Snacks machen fett! Also zu viele davon. Deshalb lieber weniger als mehr.
  • Leckerchen erarbeiten? Na gut, so toll finde ich die Idee nicht, für Futter arbeiten zu müssen. Aber vor allem Stubentiger brauchen Beschäftigung. Das gemeinsame Spielen mit einem Futterbrett oder Snackball macht Spaß …
  • Gar nicht erst mit dem Füttern vom Tisch anfangen! Wenn wir von klein auf lernen, dass die Menschen ihre Mahlzeiten am Tisch einnehmen und für uns nichts abfällt, dann nerven wir auch gar nicht mehr rum. Lohnt sich nicht. Außerdem ist Menschennahrung ungesund für uns: zu viel Fett und zu viele Gewürze.